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Die Energiekosten steigen und die Energieresourcen werden immer knapper. Wer ein modernes Haus bauen möchte ist also gut beraten,
energieeffizient
zu bauen.
Der Begriff "Niedrigenergiehaus" oder "Energiesparhaus" kennt keine bestimmte Bauweise oder Bauform. Das einzige Ziel ist die Reduzierung der Wärmeverluste und energiesparendes bauen.
Faktisch ist jedes Haus, dessen Jahres-Primärenergiebedarf unter 60 kWh pro Quadratmeter liegt, ein Energiesparhaus / Niedrigenergiehaus.
Bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs (Qp) werden neben dem Energiebedarf auch externe Prozesse bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der eingesetzten Brennstoffe
berücksichtigt. Der Jahres-Primärenergiebedarfs berücksichtigt den Heizwärmebedarf und den Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung, die Energieverluste des Wärmeversorgungssystems,
die Hilfsenergie für Heizung und Warmwasser sowie den Energieverbrauch für die Erzeugung und Bereitstellung der Energieträger wie Öl, Strom oder Gas.
Niedrigenergiehaus
Als Niedrigenergiehäuser gelten eigentlich Wohngebäude, die den EnEV-erlaubten Primärenergiebedarf um 25 % unterschreiten.
Oft werden auch Gebäude, die nach dem Standard der EnEV gebaut werden, als solche bezeichnet und gemessen an früheren Standards sind dies auch energiesparende Häuser.
Niedrigenergiehäuser benötigen eine sehr gute Wärmedämmung (Außenwände, Fenster,Dach) und die Reduzierung von Wärmebrücken. Immer wichtiger wird auch eine energiesparende Warmwasserbereitung,
was man mit einer Solaranlage erreichen kann.
Energiesparhaus 60 / 40 (KfW 60 - Haus / KfW 40 - Haus)
Ein KfW 60 Energiesparhaus musste bis 01.04.2009 einen Primärenergiebedarf für Heizung / Warmwasserversorgung von 60 kWh pro Quadratmeter Nutzfläche AN und Jahr aufweisen und
die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2007 vorgeschriebenen Werte zu Primärenergiebedarf und Transmissionswert um mindestens 30 %t unterschreiten.
Bei einem KfW 40 Energiesparhaus durfte der Jahres-Primärenergiebedarf höchstens 40 kWh pro Quadratmeter betragen, zudem mussten die EnEV-Werte Primärenergiebedarf und Transmissionswert um mindestens
45 % unterschritten werden. Je geringer der Energiebedarf des Hauses, umso besser waren die Konditionen der KfW-Förderbank.
Dieses KfW Kreditprogramm wurde am 31.03.2009 geschlossen und wird seit seit dem 01.04.2009 im Programm Energieeffizient Bauen weitergeführt.
Energieeffizient Bauen (KfW Kreditprogramm ab dem 01.04.2009)
An dem Grundsatz "Je geringer der Energiebedarf des Hauses, umso besser sind die Konditionen der KfW-Förderbank" hat sich nichts geändert.
Aber mit dem Programm "Energieeffizient Bauen" ist eine neue Definition der Gebäudestandards verbunden:
Aus dem KfW-Energiesparhaus 60 wird nun ein KfW-Energieeffizienzhaus 70.
Aus dem KfW-Energiesparhaus 40 wird nun ein KfW-Energieeffizienzhaus 55
KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV2007)
Es gelten folgende Werte:
Jahres-Primärenergiebedarf Qp und Tränsmissionswärmeverlust HT´max. 70 % der nach EnEV2007 zulässigen Werte
Jahres-Primärenergiebedarf max. 60 kWh pro m² Gebäudenutzfläche AN
KfW-
Effizienzhaus 55 (EnEV2007)
Es gelten folgende Werte:
Jahres-Primärenergiebedarf Qp und Tränsmissionswärmeverlust HT´max. 55 % der nach EnEV2007 zulässigen Werte
Jahres-Primärenergiebedarf max. 40 kWh pro m² Gebäudenutzfläche AN
Passivhäuser
Jahres-Primärenergiebedarf max. 40 kWh pro m² Gebäudenutzfläche
und Jahres-Heizwärmebedarf Qh max. 15 kWh pro m² Wohnfläche
Vereinfacht ausgedrückt, beziehen sich die Ziffern nun nicht mehr auf den Energiebedarf pro Quadratmeter, sondern auf das Verhältnis zu den in der EnEV vorgeschriebenen Werte.
Also höchstens 70 % bzw. 55 Prozent der in der EnEV2007 festgeschriebenen Kennzahlen.
Die Höchstsumme der Darlehen beträgt in beiden Programmen 50.000 Euro pro Wohneinheit.
Die Darlehen sind zinsverbilligt und können eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren haben. Die ersten fünf Jahre können als tilgungsfrei vereinbart werden.
Beantragt werden die Darlehen über die Hausbank.
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